Extremismus international bekämpfen

Das Internet ist seinem Wesen und seiner Struktur nach ein internationales Medium, das keine Ländergrenzen kennt. Angebote können prinzipiell von jedem beliebigen Ort der Welt eingestellt und abgerufen werden. Hinzu kommt: Das Internet wird heute dominiert von globalen Playern, die wie Facebook und Google einen Großteil der User an sich binden und mit ihren nutzergenerierten Inhalten auch das Gros der Hassinhalte im Netz beherbergen. Nationale Regulierungsansätze stoßen hier schnell an ihre Grenzen.

Gemeinsam mehrdimensional agieren

Ansätze zur Bekämpfung extremistischer Propaganda im Internet müssen dieser Dimension Rechnung tragen. Dies bedeutet, dass auch internationale Gegenstrategien auf mehreren Ebenen ansetzen müssen: Wichtig sind

  • ein länderübergreifender Grundkonsens zur Ächtung von Hassinhalten
  • effektive Notice-and-Takedown-Prozeduren auf Seiten der globalen Unternehmen
  • eine kontinuierliche Beobachtung transnationaler Hassphänomene sowie
  • die stete Information und Sensibilisierung von Politik, Öffentlichkeit und Internet-Usern für aktuelle Entwicklungen.

Dauerhafte Zusammenarbeit wichtig

jugendschutz.net ist daher auch international mit relevanten Akteuren vernetzt, beteiligt sich an Debatten zur effektiven Bekämpfung von Islamismus und Rechtsextremismus im Netz auf EU- und OSZE-Ebene und kooperiert mit Partnerorganisationen bei der Entwicklung von Best-Practice-Modellen im Bereich der Maßnahmen und Prävention. Ein Verbund, der eine dauerhafte Kooperation sicherstellt, ist das International Network Against Cyber Hate IN@CH .